Walter Czeschka

Walter Czeschka geb. 20.09.1961

Gitarrenlehrer, Gitarrist und Komponist

musische Ausbildung:

Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl

Musikakademie der Stadt Kassel bei Michael Tröster und Wolfgang Lendle

Privatstudium in Granada und Sevilla

Aufbaustudium in Rotterdam bei Paco Pena

Seminare bei:

Amir John Addad, Rafael Cordes, Antonio Rey u.v.m.

Manuel Luis Czeschka

Walter & Manuel Czeschka

Duo WAMACE hat folgende Bedeutung:

WA= Walter; MA= Manuel; CE= Czeschka

ist: Vater und Sohn und damit ein kleines Familienunternehmen. Manuel hatte das Glück schon von klein auf mit der Gitarre und dem Flamenco groß zu werden. So hat es sich entwickelt, dass sie gemeinsam ihre Auftritte haben. Sämtlichen Gitarrenstücken, die zum größten Teil Eigenkompositionen sind, liegt ein Palo (Stil) des Flamenco zu Grunde. Das heißt jeder Palo drückt eine Grundbefindlichkeit aus, wie Einsamkeit, bei der Soleá oder Freude bei der Alegria. Oder sie vermitteln inhaltliche Hintergründe wie die Carcelera, das Gefängnislied oder Taranto, der Minenarbeitergesang. Andere sind mit der Erinnerung an eine Landschaft oder Stadt verknüpft, wie Granaina und Malaguena. Diese hohe Kunst des Gitarrenspiels können Sie beim Duo WAMACE in besonderer Weise erleben.

Bergwaldtheater 2009 in Weißenburg

Tarifa

Was ist Flamenco?

Gitta Merkle soll hier aus ihrem Buch „El Arte Flamenco“ zitiert werden:

„Die Wurzeln des Flamenco liegen in einem kleinen Gebiet Andalusiens, das vor allem die Provinzen Cadiz` und Servilla umfasst. Die mythischen Viertel der Zigeuner, wie die Barrios Santiago und San Miguel in Jerez oder Triana in Servilla, gelten als seine Wiege. In einem Leben voller Leid und Ungerechtigkeit formten Bettler und Tagelöhner den befreienden Schrei zur Kultur.

Flamenco ist in  der ersten Person gelebte und erzählte Geschichte.

Ähnlich wie der etwa zur selben Zeit in Amerika entstandene Blues der Schwarzen oder der Tango Argentino ist auch der Flamenco Ausdruck einer rechtlosen, heimatlosen Minderheit.

Die Erinnerung daran prägt die Kunst der Flamecos, die sich dem unabwendbaren Schicksal mit geballter Lebenslust entgegenwerfen.

„Es ist nötig zu dichten, zu singen und zu tanzen, damit die Lebenskraft in der Asche blüht. Mach dich hörbar, damit die Kraft der Seele in deinem Körper glüht.“ sagt der namenlose Dichter.

Der Flamenco ist eine Kunst, die ihre Kraft sehr stark aus ihren Wurzeln bezieht. Eine Quelle, aus der die jungen Künstler schöpfen, um ihre eigenen Ideen zu nähren. Interpreten greifen alte Lieder aus der Entstehungszeit des Flamenco immer wieder auf. Die Künstler vergangener Epochen werden in Ehren gehalten. Jeder Flamencostil hat seine Geschichte. Wer diese kennt, dem eröffnen sich bei den ersten Klängen der Gitarre eine Fülle von Assoziationen.“